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Dan Brown

Dan Brown ist ein Autor, der nach Rezept zu schreiben scheint: Man nehme einen Helden mit vielen beeindruckenden Fähigkeiten und Kenntnissen und ein paar sympathischen Schwächen. Hinzu füge man einen wahnsinnigen Bösewicht mit unheimlichen Helfern und eine oder mehrere hilfesuchende Personen.

Diese werden dann in drei grundlegenden Handlungssträngen auf einer Art Schnitzeljagd verfolgt. Das geschieht wie in einer Fernsehserie: Immer, wenn es spannend wird, endet ein Abschnitt und ein anderer wird aufgegriffen. Man muss weiterlesen, um zu erfahren, wie die Auflösung zum vorigen Abschnitt ist und tapst dabei schon in den Aufbau des nächsten Spannungsbogens.

Bisher gelesen und gesehen:

Sakrileg dt. (The Davinci Code) + Film
Illuminati dt. (Angels and Demons) + Film
Digital Fortress engl. (Diabolus)
The Lost Symbol engl. (Symbol)

Mein Favorit in Buchform ist dabei eindeutig "Illuminati", das ich in der deutschen Übersetzung gelesen habe. Bei der Komplexität des Buches musste der Film dagegen eine Enttäuschung sein, vor allem, was den im Buch so schillernden, charismatischen, intelligent gestalteten und faszinierend ausgeführten Charakter des "Camerlengo" angeht. (Mal ganz abgesehen davon, dass Tom Hanks in meinen Augen schon immer zu alt und zu verjammert war für die Darstellung des Robert Langdon.)

"The Lost Symbol" ist dagegen ein wahrer Abklatsch. Robert Langdon hat sich trotz all der dramatischen Erlebnisse aus den vorigen Büchern kein Stück weiter entwickelt. Er ist eher wieder degeneriert vom Helden zum hilflosen Bücherwurm. Noch heftiger als zuvor reagiert er wie ein aufgescheuchtes Huhn, als er erfährt, dass er Aufgaben lösen muss, um einen Freund aus den Händen eines Wahnsinnigen zu befreien. Robert Langdon, ein Mann, der einige Jahre zuvor (in der Buchversion von "Illuminati" ) geistesgegenwärtig und mutig aus einem fliegenden Hubschrauber gesprungen ist, mit einer Windschutzscheiben-Plane als Fallschirm? Seltsam.

Wie dem auch sei, die Sage um das geheime Wissen der Freimaurer und auch die "Noetic Science" bieten, wie zuvor der heilige Gral, Antimaterie und die Illuminati, ein so spannendes und gut recherchiertes Umfeld, dass die handelnden Personen dagegen in den Hintergerund treten.

Fazit: Trotz rezeptartiger Vorhersehbarkeit der Handlungen und Schwächen in der stringenten Charakterisierung mancher Personen werde ich wohl auch das nächste Dan Brown Buch wieder lesen. Ich bin schon gespannt, welchen Bereich aus Wissenschaft und Kultur er sich als nächstes vornimmt und bewundere die Verknüpfung von Recherche und Phantasie in seinen Büchern.

   
3 Smilies: lesenswert

5.1.10 18:17
 


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